Nach der Sterilisation mit Ethylenoxid (EO) darf das Gas nicht uneingeschränkt in die Atmosphäre überführt werden, daher wird eine Gasbehandlungsanlage zwischengeschaltet. Diese ermöglicht Ihnen die fachgerechte Behandlung der anfallenden EO-Menge gemäß den Anforderungen der deutschen TA-Luft Richtlinie (EO <= 0,5 mg/m3).
STERISYS bietet je nach Dimension der Anlagen und dem Sterilisationsverfahren unterschiedliche Gasbehandlungssysteme an:
Gemeinsam mit Ihnen bestimmen wir das für Ihre Anlage passende Gasbehandlungssystem.
1. Die hochkonzentrierte EO-Abluft aus dem Sterilisator wird in einem ersten Schritt zum Peak-Shaver geleitet und dort in Verbindung mit Wasser gelagert.
2. Das EO-reichhaltige Wasser wird in eine sog. Strippingsäule (EO-Wasser/Luft-Separierungssäule) gepumpt. In dieser Säule befinden sich sog. Raschig-Element und durch gegenseitige Luft- und Wasserumwälzungen wird das EO aus dem Wasser entzogen und von der Luft aufgenommen.
3. Der mit EO kontaminierte Luftstrom aus der Strippingsäule wird kontinuierlich zum Katalysator geleitet. Hier wird das EO mittels eines Chemischen-Prozesses neutralisiert und durch einen Kamin nach draußen befördert.
4. Die Abluft des Katalysators entspricht den Anforderungen der geltenden Umweltbestimmungen.
Expertise
Wir sind immer auf dem aktuellen Stand der gängigen Normen und Richtlinien und konzipieren dementsprechend Ihre Gasbehandlungsanlage.
Modernste Technologie
Durch unsere fortschrittlichen Technologien wird Ihnen eine deutliche Reduzierung der Schadstoffemissionen des Ethylenoxids ermöglicht.
Konstante Betriebsbedingungen
Die Steuerung hält den Volumenstrom und die EO-Konzentration innerhalb definierter Betriebsbereiche und gewährleistet dadurch stabile Bedingungen für den Katalysator.
Ein EO-Gasbehandlungssystem ist ein technisches Subsystem einer Ethylenoxid-Sterilisationsanlage, das EO-haltige Abluft vor der Freisetzung behandelt. Je nach Verfahren wird Ethylenoxid zurückgehalten oder chemisch umgewandelt. Bei der katalytischen Oxidation entstehen Kohlendioxid (CO₂) und Wasser (H₂O). Das System unterstützt die Einhaltung geltender Umwelt- und Sicherheitsanforderungen und ist ein integraler Bestandteil der EO-Sterilisationsanlage.
Ethylenoxid (EO) ist toxisch und gemäß der EU-CLP-Verordnung als krebserzeugend der Kategorie 1B eingestuft. Die Abluft aus Sterilisationsprozessen enthält EO-Konzentrationen, die nicht unbehandelt freigesetzt werden dürfen. Gasbehandlungssysteme reduzieren diese Werte, um Personal sowie Umwelt zu schützen und gesetzliche Grenzwerte einzuhalten.
Ein EO-Gasbehandlungssystem sammelt EO-haltige Abluft und führt sie einer geeigneten Behandlung zu. Üblicherweise wird das Ethylenoxid in einer katalytischen Nachverbrennungsanlage mit Sauerstoff zu Kohlendioxid (CO₂) und Wasser (H₂O) oxidiert. Bei kurzzeitig hohen EO-Konzentrationen kann ein Peak Shaver vorgeschaltet werden. Er nimmt EO in Wasser auf und gibt es zeitlich verzögert an die katalytische Behandlung ab. Für sehr niedrige Konzentrationen, z.B. in der allgemeinen Lüftungsanlage, können Filtersysteme eingesetzt werden. Die behandelte Abluft wird anschließend kontrolliert abgeführt.
Die Emissionsgrenzwerte hängen von regionalen Vorschriften ab. In Deutschland legt die TA Luft einen maximalen EO-Wert von 0,5 mg/m³ in der Abluft fest. Gasbehandlungssysteme sind so ausgelegt, dass diese Grenzwerte im Betrieb eingehalten oder unterschritten werden.
Ein katalytisches EO-Gasbehandlungssystem, auch katalytische Nachverbrennungsanlage genannt, wandelt Ethylenoxid mithilfe eines Katalysators bei kontrollierten Temperaturen in Kohlendioxid (CO₂) und Wasser (H₂O) um. Durch den Katalysator kann die Oxidation bei niedrigeren Temperaturen erfolgen. Das unterstützt einen energieeffizienten Betrieb.
Filtersysteme werden bei sehr niedrigen EO-Konzentrationen eingesetzt, z.B. in der allgemeinen Lüftungsanlage eines Produktionsbereichs. Sie halten Ethylenoxid zurück oder wandeln es in andere Folgeprodukte um. Für die kurzzeitig höheren EO-Konzentrationen aus einem Sterilisationsprozess werden in der Regel katalytische Nachverbrennungsanlagen mit einem vorgeschalteten Peak Shaver eingesetzt.
Ein Scrubber-System entfernt Ethylenoxid aus der Abluft, indem es das Gas in eine Flüssigkeit, meist Wasser, überführt. Dabei wird EO aus der Gasphase ausgewaschen und im Wasser gelöst. Je nach Ausführung kann zusätzlich eine chemische Umwandlung stattfinden, z.B. zu Ethylenglykol. Scrubber-Systeme werden häufig mit weiteren Verfahren kombiniert, da das EO nach der Absorption oft weiter behandelt wird.
Ein Peak Shaver ist ein Puffersystem, das Ethylenoxid (EO) aus der Abluft in Wasser aufnimmt. Das EO wird dabei nicht abgebaut, sondern zwischengespeichert und anschließend zeitlich verzögert an ein nachgelagertes Behandlungssystem abgegeben. Dadurch werden Konzentrationsspitzen ausgeglichen und die katalytische Nachverbrennungsanlage vor Überlastung geschützt.
Eine Strippingsäule trennt Ethylenoxid aus Wasser, indem es zurück in die Gasphase überführt wird. Dabei strömen Wasser und Luft im Gegenstrom über strukturierte Raschig-Elemente. Der entstehende EO-haltige Gasstrom wird anschließend in einer nachgelagerten Stufe, z.B. durch katalytische Oxidation, behandelt
Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Abteilungen bei STERISYS ist geprägt durch einen ständigen Austausch. Als kleines Unternehmen schätzen wir die kurzen Kommunikationswege, die es ermöglichen, Themen einfach mit Kollegen zu besprechen. Diese dynamische und interdisziplinäre Herangehensweise fördert nicht nur die Effizienz, sondern ermöglicht auch eine umfassende Nutzung des breiten Fachwissens im Unternehmen.
Ja, industrielle EO-Sterilisationsanlagen benötigen ein Gasbehandlungssystem, um Umwelt- und Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Ein Betrieb ohne entsprechende Behandlung verstößt in den meisten Regionen gegen geltende Vorschriften.
Das Gasbehandlungssystem ist an die Abluft des Sterilisators sowie an nachgelagerte Prozesse, z.B. Entgasung, angeschlossen. Es arbeitet als Teil eines integrierten Systems mit Automatisierung und Überwachung. Die Integration ermöglicht einen sicheren und kontinuierlichen Betrieb.
Die Auslegung basiert auf dem individuellen EO-Aufkommen, der Prozessart, dem Volumenstrom der Abluft, den Emissionsgrenzwerten und der vorhandenen Infrastruktur. Auch Energieverbrauch und Betriebsstrategie spielen eine Rolle. Das System wird auf Basis dieser Parameter für den jeweiligen Anwendungsfall ausgelegt.
Eine stabile Katalysatorleistung wird durch die Regelung von Volumenstrom und EO-Konzentration sichergestellt. Automatisierte Steuerungen halten die Prozessbedingungen innerhalb definierter Betriebsbereiche. Dadurch werden Leistungsschwankungen vermieden.
Die Überwachung erfolgt auf zwei Ebenen mit unterschiedlichen Aufgaben. Innerhalb der Anlage, z. B. in der Sterilisationskammer oder im Gasbehandlungssystem, werden EO-Konzentration und Prozessparameter kontinuierlich erfasst, um den Prozess sicher zu steuern. Zusätzlich kann optional ein separates EO-Monitoringsystem die Raumluft im Arbeitsbereich überwachen, um das Personal zu schützen.
Weitere Informationen zum EO-Monitoring finden Sie hier.
Bei einem Ausfall des Gasbehandlungssystems werden alle Prozesse gestoppt, die EO freisetzen oder der Gasbehandlung zuführen. Das vorhandene Ethylenoxid verbleibt im jeweiligen Systembereich, z.B. im Sterilisator, in der Entgasungskammer oder im Peak Shaver. Erst wenn die Gasbehandlungsanlage wieder betriebsbereit ist, kann EO erneut zugeführt werden.
EO-Sterilisationsanlagen erfüllen Umweltvorschriften in Europa durch die gezielte Reduktion von Ethylenoxid-Emissionen in der Abluft. Dafür wird die EO-haltige Abluft in einem geeigneten Gasbehandlungssystem behandelt. Bei der katalytischen Oxidation wird EO zu Kohlendioxid (CO₂) und Wasser (H₂O) umgewandelt. Filtersysteme nutzen andere Rückhalte- oder Umwandlungsmechanismen. Die Systeme werden so ausgelegt und betrieben, dass die jeweils geltenden Emissionsgrenzwerte (z.B. TA Luft in Deutschland) zuverlässig eingehalten werden.
Eine zentrale Herausforderung ist das stark schwankende EO-Aufkommen während des Sterilisationsprozesses. Katalytische Nachverbrennungsanlagen arbeiten besonders effizient bei einem möglichst gleichmäßigen EO-Massenstrom. Die Auslegung muss deshalb das individuelle Emissionsprofil berücksichtigen und Konzentrationsspitzen, z.B. mit einem Peak Shaver, ausgleichen. So kann das System das EO-Aufkommen zuverlässig behandeln und den Energieverbrauch begrenzen.
STERISYS bietet technische Unterstützung, geplante Wartung und Modernisierungen für Gasbehandlungs- und Sterilisationssysteme an, die von STERISYS installiert wurden. Diese Leistungen unterstützen einen stabilen Betrieb und die Einhaltung aktueller Anforderungen.
Sterilisation der Medizinprodukte im Überdruck- oder Vakuumverfahren.
Vorbereitung und Nachbearbeitung der Medizinprodukte.
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